Edmund Stoiber trifft Wladimir Putin – Huber bei den 10. Bayerischen Wirtschaftstagen in Moskau Moskau – Der bayerische Löwe beim russischen Bären: Ministerpräsident Edmund Stoiber und Wirtschaftsminister Erwin Huber,
begleitet von einer großen Wirtschaftsdelegation, präsentieren zu den 10. Bayerischen Wirtschaftstagen die starken Seiten
des Freistaats in Moskau. Höhepunkt ist das Treffen Stoibers mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml. Warme Sommertage in Moskau und zum Abschluss auf den Kanälen von St. Petersburg eine Bootsfahrt in der hellen Mittsommernacht.
Eine heitere Atmosphäre, von der die Bayern-Tage in Russland geprägt sind. Ministerpräsident Edmund Stoi¬ber spricht von einer
„ehrlichen und offenen Partnerschaft mit Russland“, Wirtschaftsminister Erwin Huber erinnert an einen Satz von Putin: Bayern
sei die technologische Lokomotive für die deutsch-russische Zusammenarbeit. Der Ministerpräsident und der Wirtschaftsminister haben sich für diesen Besuch die Themen wohlüberlegt aufgeteilt. Huber wirbt
mit einer hochkarätigen 70-köpfigen Wirtschaftsdelega¬tion für Bayerns starke Unternehmen. In den Mittelpunkt seiner politischen
Gespräche stellt Stoiber die Beziehungen zur Europäischen Union. Die Zusammenarbeit mit Moskau sei unverzichtbar, denn „Russland
ist von der Größe, von der Kraft, von der Einwohnerzahl und von den Energiereserven her ein Land, das in der Welt bei wichtigen
strategischen Fragen eine Rolle spielt“. Mit Jury Luschkow, Moskaus legendärem Bürgermeister, der seine Heimatstadt zu einer Weltmetropole ausgebaut hat, trifft Stoiber
einen Vertrauten. Abends lauscht man gemeinsam im Internationalen Haus der Musik den Bamberger Symphonikern. Sie spielen die
„Große C-Dur-Symphonie“ von Franz Schubert. Tags darauf wird eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen Moskau und
Bayern unterzeichnet, Luschkow überreicht Stoiber den Verdienstorden der Stadt. Danach trifft Stoiber eine weitere russische Legende: Boris Gromow, der General, der die Truppen aus dem verlustreichen Afghanistanfeldzug
nach Hause geholt hat, ist heute Gouverneur im Oblast Moskau, der wirtschaftlich boomenden Region um Moskau. Längst haben
sich hier erfolgreiche bayerische Firmen wie Knauf (Trockenbau) oder Ehrmann (Joghurt) niedergelassen. Während der Ministerpräsident zu Putin in den Kreml fährt (mehr darüber in der nächsten Ausgabe), besucht Erwin Huber das
russische Luftfahrtkontrollzentrum ZUP. „Im Bereich Luft- und Raumfahrt“, so der Minister, „zeigt sich besonders gut, wie
erfolgreich bayerische Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam mit russischen Partnern an hochkomplexen und innovativen Themen
arbeiten.“ Der Abschluss der Reise ist eine besondere Geste des Präsi¬denten: Putin hat seinen Gast in seine Heimatstadt St. Petersburg
eingeladen. Peter Schmalz BAYERNKURIER Ausgabe: Jahrgang 58, Nr. 27, 07. Juli 2007