Bayerns Wirtschaftsminister mit 80-köpfiger Delegation in Moskau
Huber: "15 Jahre Partnerschaft"
München Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber bricht morgen zu einer dreitägigen Delegationsreise in die russische Hauptstadt
Moskau auf. Begleitet wird er von einer fast 80-köpfigen, hochrangigen Wirtschaftsdelegation. Minister Huber betonte vor seiner
Abreise, dass diese Reise unter dem Zeichen der mittlerweile 15-jährigen Partnerschaft Bayern-Moskau stehe. Huber: "Insgesamt
bauen die Beziehungen Bayern-Moskau auf eine lange Tradition. Seit 1997 besucht zum neunten Mal eine Wirtschaftsdelegation
Moskau."
Ziel der Reise ist es, die Rahmenbedingungen der bayerisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen weiter zu verbessern und bayerisch-russische
Gemeinschaftsprojekte weiter voran zu treiben. Interessant sei für die Delegationsteilnehmer auch der Terminalausbau des Flughafens
Moskau-Wnukowo, der in seine entscheidende Phase kommt. "Natürlich werden wir in Gesprächen die Kompetenz bayerischer Unternehmen
einbringen", betonte der Minister. In besonderem Interesse innovativer bayerischer Unternehmen, die Minister Huber begleiten,
steht auch die weitere Intensivierung der seit 2004 bestehenden Wirtschaftspartnerschaft Unterschleißheims mit der technisch-innovativen
Sonderwirtschaftszone Zelenograd, einem bedeutenden Stadtbezirk Moskaus. Darüber hinaus wird Minister Huber Gespräche zum
Technologie-Atlas Bayern-Moskau, das Stadtentwicklungsprojekt Moskau-Lefortowo und das Geo-High-Tech-Informationssystem für
Moskau führen.
Huber wird in Moskau mit russischen Spitzenpolitikern und Spitzenvertretern der Wirtschaft zusammentreffen, unter anderem
mit dem Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow, dem Gouverneur des Moskauer Gebiets, Boris Gromow, mehreren Fachministern
der Russischen Förderation sowie von Stadt und Gebiet Moskau; ferner mit hochrangigen Vertretern von Kammern und Verbänden
sowie aus dem Vorstand des russischen Gazprom-Konzerns.
Direkte Kontakte mit Partnern aus Stadt und Region Moskau werden die bayerischen - meist mittelständischen - Delegationsteilnehmer
bei Round-Table-Gesprächen der "Bayerischen Wirtschaftstage" knüpfen. Hier stehen mit Bau/Infrastruktur, Energie-/Umwelttechnik,
Maschinen-/Fahrzeugbau, Medizintechnik/Krankenhaustechnologien, IT/Software und Verkehrslenk-/-leitsysteme zukunftsfähige
High-Tech-Branchen im Mittelpunkt.
Für bayerische Unternehmen ist Russland - und dort insbesondere der Raum Moskau - der bedeutendste Handelspartner in Osteuropa.
Seit 1998 hat sich das bayerisch-russische Handelsvolumen auf 5,6 Mrd. € (2005) mehr als verdoppelt. Die bayerischen Importe
aus Russland stiegen 2005 um 7,2 Prozent auf knapp 3,5 Mrd. € und haben damit einen Anteil an der gesamtdeutschen Einfuhr
von 16 Prozent. Die Lieferungen bayerischer Produkte nach Russland sind sogar um 11 Prozent auf 2,2 Mrd. € angewachsen. Mehr
als die Hälfte der deutschen Großinvestoren kommt aus Bayern.