Tage der bayerischen Wirtschaft in Moskau 13.-15. 7.2005
Die alljährliche Reise einer bayerische Wirtschaftsdelegation nach Moskau unter der Leitung des Staatministers für Wirtschaft,
Verkehr, Infrastruktur und Technologie, Dr. Otto Wiesheu, haben sich schon zu einer guten Tradition entwickelt. Dieses Jahr
findet sie im Zeitraum vom 13.-15.07.05 bereits zum neunten Mal statt. Der Staatsminister wird mit Vertetern der russischen
Regierung und anderen hohen Vertretern zusammentreffen. Die mitgereisten bayerischen Unternehmer treffen bei verschiedenen
Branchenfachgesprächen in Moskau und im Moskauer Gebiet auf russische Unternehmer.
Die Round Tables werden zu den Branchen:
- Bau / Infrastruktur / Energie- und Umwelttechnologie - IT / Software / Technologie-Atlas - Materialforschung - Medizintechnik / Krankenhaustechnologie - Verkehrslenk- und -leitsysteme
durchgeführt.
Grußwort von Herrn Dr. Otto Wiesheu:
Im Süden Deutschlands gelegen, ist der Freistaat Bayern mit über 70.500 km² das größte Flächenland der Bundesrepublik mit über 12,3 Millionen Einwohnern. Seine landschaftliche Schönheit und Vielfalt, sein Reichtum an Kultur und Tradition sind weithin bekannt und berühmt. Mit seinem Bruttoinlandsprodukt von 386,5 Mrd. Euro gehört der Freistaat zu den wirtschaftlich bedeutendsten und dynamischsten Regionen in Europa. Durch die hohe technologische Kompetenz und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen konnten in den letzten Jahren beträchtliche Steigerungen bei den Ausfuhren erreicht werden. Mit 45% (in 2004) ist die Exportquote der bayerischen Industrie überdurchschnittlich hoch. Hauptexportprodukte Bayerns sind Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse.
Für bayerische Unternehmen ist Russland ein wichtiger Wirtschafts- und Handelspartner. In den letzten fünf Jahren hat sich der bayerisch-russische Warenaustausch auf 5,16 Milliarden € mehr als verdoppelt. Die bayerischen Importe aus Rußland sind 2004 gegenüber dem Vorjahr um 8,8% gestiegen. Sie haben den Wert von 3,22 Milliarden € und damit einen Anteil an der gesamtdeutschen Einfuhr aus Russland von knapp 20% erreicht. Im Gegenzug haben die Lieferungen bayerischer Produkte nach Russland im Wert von 1,94 Milliarden € um 27,8% zugenommen, das sind 12,9% der Bundesausfuhr.
Das Interesse der bayerischen Wirtschaft gilt der Intensivierung der Handelskontakte und darüber hinaus zunehmend der dauerhaften Kooperation mit russischen Partnern zum Aufbau von Produktions- und Dienstleistungsbetrieben. Ziel dieser Reise ist es, in Gesprächen mit den Regierungsvertretern der Stadt und des Gebietes Moskau und der Russischen Föderation die Zusammenarbeit vor allem in den Bereichen Bau/Infrastruktur/ Verkehrslenkung, Medizintechnik/Krankenhaustechnologie, Energie- und Umwelttechnologie sowie IT/Software/Materialforschung weiter voranzubringen.
Dr. Otto Wiesheu Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Gemeinsame Abschlußerklärung
des Bayerischen Staatsministers für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Dr. Otto Wiesheu und des 1. Stellvertreters des Oberbürgermeisters der Stadt Moskau, Jury M. Rosljak
Aus Anlaß des Besuchs des Bayerischen Staatsministers Dr. Wiesheu mit großer Wirtschaftsdelegation vom 13. bis 15. Juli 2005
in Moskau fanden im Rahmen der Partnerschaftsbeziehungen zwischen Moskau und Bayern während der 8. Bayerischen Wirtschaftstage
in Moskau Gespräche und Treffen zwischen Firmen, Betrieben und Organisationen zu Fragen der Zusammenarbeit und der Umsetzung
von gemeinsamen Projekten statt.
Schwerpunkte waren die Bereiche Bau/Infrastruktur/Energie- und Umwelttechnologien, IT/Technologieatlas/e-Government/Nanotechnologie,
Gesundheitswesen/Medizintechnik/Krankenhaustechnologie, Materialforschung, Verkehrslenk- und –leitsysteme.
Die Verhandlungen und Round-Table-Diskussionen zeugten von großem gegenseitigen Interesse der Moskauer und der Bayerischen
Seite an der konstruktiven Zusammenarbeit bei allen konkreten Projekten. Dabei wurde neben den traditionellen Wirtschaftsbereichen
schwerpunktmäßig über High-Tech-Bereiche verhandelt.
Beide Seiten unterstrichen, daß die Runden Tische zu verschiedenen Richtungen der kommunalen Wirtschaft und Technologien wie
der breiten Palette des Bau- und Infrastrukturbereichs, der Medizintechnik, den Umwelttechnologien, der Nanotechnologie und
den Verkehrslenkungs- und –leitsystemen sehr gut besucht waren und eine ganze Reihe neuer Kooperationsansätze und –möglichkeiten
aufgezeigt haben. Diese Themen fließen ein in die Vorbereitung der Tage der Moskauer Wirtschaft in Bayern vom 10. bis 14.
Oktober 2005. Sie sind die logische Fortsetzung der seit 1998 durchgeführten Bayerischen Wirtschaftstage in Moskau.
Beide Seiten hoben die Wichtigkeit des Technologieatlasses und dessen Ausbau hervor, der zum Symbol der Umsetzung bayerisch-moskauer
Projekte im High-Tech-Bereich geworden ist, der Ausbau des Flughafens Vnukowo unter der Leitung einer großen bayerischen Ingenieurgesellschaft.
Ebenso erfolgreich waren die Besuche bedeutender Moskauer Chefärzte in Bayern im Rahmen des BFP-Programms; diese Zusammenarbeit
soll intensiviert werden.
Bei der Umsetzung der Ergebnisse des Gemeinsamen Architektenwettbewerbs für den Stadtteil Lefortovo durch Beteiligung bayerischer
Investoren wurden folgende Vereinbarungen getroffen:
1. 1. Beide Seiten sind sich einig über die Ziele des Projekts und dass man die städtebauliche Normen befolgen muß. Gleichzeitig
muß man sich an die vorhandene Dokumentation halten.
2. 2. Mit dem Ziel, die verschiedenen Interpretationen der Planung in der Zukunft zu vermeiden, werden alle Schritte von beiden
Seiten abgesprochen und mit der Unterschrift bekräftigt.
3. 3. Bis zum Ende des Jahres werden sich beide Seiten treffen, um die Projektdokumentation zur Ausschreibung vorzubereiten.
Die Seiten werden die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Ausarbeitung desKatasterinformationssystems Moskaus fortsetzen. Zu
diesem Zweck wurden folgende Vereinbarungen getroffen:
1. 1. Um das Gebiet der Zusammenarbeit festzulegen, wird eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Regierung der Stadt Moskau
und Bayern unter der Leitung des Generalkonstrukteurs „Elektronisches Moskau“ gebildet;
2. 2. Der Vetrag über die Bildung eines Konsortiums zwischen der Firma ESRI und des Katasterdienstes der Stadt Moskau unter
der Leitung des Generalkonstrukteurs „Elektronisches Moskaus“ für die Förderung des Systems der städtischen ständigen Entwicklung
in Bayern, Deutschland und EU-Staaten ist vorzubereiten.
3. 3. Vorschläge für die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen Moskaus und den Firmen aus Bayern in den Fragen
- Outsourcing auf dem Gebiet der Software; - Software auf dem Gebiet der Biometrie; - Digitallocks promotion auf dem Moskauer und Russischen Markt; - Fortschrittliche Technologien auf dem Gebiet der Nanolithografie
sind vorzubereiten.
Alle Projekte wurden in großem Einvernehmen zwischen den Vertretern der Regierung der Stadt Moskau und den Vertretern der
bayerischen Wirtschaftsdelegation erörtert.
Die Seiten werden die letzten besonders interesanten Innovationen in der Entwicklung der Sonderwirtschaftsgebiete studieren
und die Vorschläge vorbereiten.
Große Bedeutung hatten im Zuge der Bayerischen Wirtschaftstage die bilateralen Gespräche sowohl der politischen Vertreter
als auch der Unternehmensvertreter beider Seiten zu den Projekten, die von gegenseitigem Interesse sind. Zu einzelnen Themen
wurden konkrete Vereinbarungen geschlossen. Die oben genannten Themen und Projekte aus den Round-Table-Gesprächen werden weiter
verfolgt und vertieft.
Beide Seiten betonen, daß der Besuch der Bayerischen Wirtschaftsdelegation 2005 und die Verhandlungen mit den Moskauer Partnern
einen gewichtigen Beitrag zur weiteren Festigung der Partnerschaft zwischen Moskau und Bayern leisten. Hierzu hat auch die
Ausstellung “Moskau-Bayern” im Haus der Nationen in Brüssel vom 27.06. –04. 07.2005 einen ganz erheblichen Anteil beigetragen.
Staatsminister Dr. Wiesheu freut sich deshalb auf den Gegenbesuch einer Moskauer Wirtschaftsdelegation in Bayern unter Leitung
von Herrn Ersten Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Moskau, Rosljak, anläßlich der Tage der Moskauer Wirtschaft
vom 10. bis 14. Oktober 2005 in München.
Die Gemeinsame Erklärung ist in deutscher und russischer Fassung in zwei Exemplaren erstellt, wobei jedes Exemplar gleichermaßen
Gültigkeit hat.
Unterzeichnet am 15. Juli 2005
Für Moskau
J.M. Rosljak Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Moskau
Für Bayern
Dr. Otto Wiesheu Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Pressemitteilung
14. Juli 2005
Bayerns neuer Imagefilm in Moskau erstmals öffentlich vorgestellt / Bayerns Wirtschaftsminister will international bei Investoren und Touristen punkten
Wiesheu: "Appetitmacher für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Bayern"
MÜNCHEN / MOSKAU Internationale Premiere für den neuen Imagefilm des Freistaats: Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu
hat heute in Moskau im Rahmen seiner Russland-Delegationsreise erstmals den offiziellen PR-Streifen für den Standort Bayern
vorgestellt. Unter dem Titel ''Partner und Freunde finden - Bayern'' will der Freistaat sich mit diesem Film als weltoffen,
modern und gleichzeitig traditionsbewusst präsentieren. "Wir haben den Slogan der Fußball-WM in Deutschland aufgegriffen und
noch weitergeführt", betonte Minister Wiesheu. Der Film solle Appetit auf Bayern machen - sowohl bei in- und ausländischen
Investoren als auch bei Touristen.
Der modular aufgebaute 17-minütige Streifen kombiniert eine Spielfilmhandlung mit einer Bayern-Dokumentation. Ein amerikanisches
Unternehmen, das in Europa investieren will, schickt eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter nach Bayern zum Standortcheck.
Susan und Ray lernen dabei ein Land kennen, das wie kaum ein anderes High-Tech, Wirtschaftsstärke, Lebensqualität, Gastlichkeit,
landschaftliche Schönheit, Kultur und Tradition vereint. Kein Wunder, dass sich das Unternehmen am Ende des Films für Bayern
als neue Europazentrale entscheidet. Gedreht wurde im Übrigen an rund 20 Orten im Freistaat - sowohl in Franken und Ostbayern
als auch in Schwaben und Oberbayern. "Da ist ein guter Mix aus den Stärken aller bayerischen Landesteile heraus gekommen",
stellte Wiesheu fest.
Ein zentraler Bestandteil des Werbe-Films im Hinblick auf die nächstjährige Weltmeisterschaft in Deutschland ist auch das
Thema Fußball. Mit den Erfolgen der bayerischen Fußballvereinen, den modernen Stadien und der Begeisterung für diesen Sport
bei Jung und Alt präsentiert sich der Freistaat als Fußball-Land schlechthin. Für Minister Wiesheu ein ganz wichtiges Element,
denn gerade vor, während und kurz nach der WM werde die Weltöffentlichkeit verstärkt auf Bayern schauen. "Wir sind international
das mit Abstand bekannteste Land Deutschlands. Diesen Imagevorsprung wollen wir nutzen und durch die WM noch weiter ausbauen",
bemerkte der Minister.
Der Film soll national und international bei Auftritten des Freistaats einge-setzt und Journalisten zur Verfügung gestellt
werden. Vor allem die weltweit 16 Auslandsrepräsentanzen Bayerns werden mit ihm den Standort in den ausländischen Medien offensiv
vermarkten. Gerade in so fußballbegeisterten Ländern wie traditionell Brasilien oder neuerdings Japan, Südkorea oder China
verspricht sich der Minister eine große Resonanz auf die neue Bayern-Werbung. Bereits jetzt gibt es neben der deutschen eine
englische und russische Fassung. Weitere in den für das Standortmarketing und die Tourismuswerbung wichtigen Sprachen werden
folgen.
Der Film war im August des Vorjahres europaweit ausgeschrieben worden. Den Zuschlag hatte eine Bietergemeinschaft bestehend
aus der mbw Medienberatung der Wirtschaft GmbH und den Film- und Fernsehproduzenten DIE TV MACHER erhalten. Neben der Langfassung
gibt es einen knapp vierminütigen Kurz-Trailer und über eine Stunde Footage-Material, das im Zuge der Dreharbeiten zum Film
angefallen ist. Bestellen Sie die Einzel-DVD kostenlos unter Infoservice Invest in Bavaria.