Während des 15. EU–Russland-Gipfels, der am 10.05.2005 in Moskau stattfand, haben sich die teilnehmenden Regierungschefs der
Europäischen Union und der Russischen Föderation auf ein Rahmenabkommen zu engeren politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit
geeinigt. Die Vereinbarung soll vier Felder der gemeinsamen Beziehungen regeln: die Beziehungen im wirtschaftlichen Bereich,
den Bereich Freiheit, Sicherheit und Justiz, die äußere Sicherheit, sowie das Gebiet Forschung, Bildung und Wissenschaft.
Die EU stellt als Abnehmergebiet über der Hälfte der russischen Exporte den wichtigsten Handelspartner für die Russische Föderation
dar. Moskau hofft, mit dem Abkommen das Vertrauen ausländischer Investoren in die russische Wirtschaft weiter stärken zu können.
Schon tags zuvor bei der Feier zum sechzigsten Jahrestag des Sieges über den Hitler-Faschismus hob Präsident Putin das Verhältnis
seines Landes mit Deutschland hervor:
„Wir bauen eine neue Politik auf den Idealen der Freiheit und Demokratie, auf dem Recht eines jeden Staates, seinen eigenen
Weg der Entwicklung zu wählen. Ein leuchtendes Beispiel dieser Politik ist die Versöhnung zwischen Deutschland und Russland.“
Nach dem Gipfel würdigte Putin den erzielten Vertrag als großen Schritt hin zu einem Europa ohne Grenzen und sagte: „Wir wollen
ein Europa ohne Trennungslinien.“
weitere Informationen zu den EU-Russland-Gipfeln finden Sie unter www.europa.eu.int