Delegationsreise unter Leitung von Staatssekretär Pschierer nach Russland
Monday, 20. November 2017
Eine 30-köpfige Wirtschaftsdelegation unter Leitung des Staatssekretärs im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Franz Josef Pschierer reiste vom 14. bis 17. November 2017 nach Nischnij Nowgorod und Wladimir mit dem Ziel, neue Chancen und Potenziale für bayerische Unternehmen in diesen wichtigen Industriestandorten zu erschließen.

Die Teilnehmer trafen mit hochrangigen politischen Repräsentanten beider Regionen und örtlichen Unternehmern zusammen, darunter mit dem Industrieminister des Gebiets Nischnij Nowgorod Maxim Tscherkassov sowie mit dem Vize-Gouverneur des Gebiets Wladimir Alexey Konyschew. Auf der Tagesordnung standen diverse Fragen der bilateralen Zusammenarbeit, unter anderem Intensivierung der Handelsbeziehungen, Möglichkeiten für Produktionsaufbau, Messewesen, Kooperation im Bereich Forschung und Innovation.

Die Delegation besuchte wichtige Industrieunternehmen wie das GAZ-Automobilwerk und das Werk Autocomponent in Nischnij Nowgorod sowie Volgabus in Wladimir. Beim GAZ-Werk handelt es sich um einen großen russischen Hersteller von Transportern, PKWs und LKWs, der auch im Auftrag von internationalen Autokonzernen produziert. Volgabus ist ein neu errichtetes Werk für die Serienfertigung von Elektrobussen.

Auf dem Programm der politischen Delegation stand auch ein Besuch an der Lobaschewskij Forschungsuniversität in Nischnij Nowgorod: vorhanden sind viele Möglichkeiten für die Zusammenarbeit im Bereich Startups, Forschung und Innovation.

Für die mitreisenden bayerischen Firmen wurden Branchenkontaktgespräche mit örtlichen Unternehmen organisiert. Während der Veranstaltung hatten bayerische Firmen die Gelegenheit mit potenziellen russischen Geschäftspartnern ins Gespräch zu kommen und über mögliche Kooperationsprojekte zu diskutieren.

Darüber hinaus wurde in Nischnij Nowgorod ein Bayerischer Empfang und in Wladimir ein Abendessen mit Einladung von örtlichen Vertretern aus Wirtschaft und Politik veranstaltet.
Mit Wladimir pflegt die Stadt Erlangen, deren hochrangige Vertreter auch der Delegation angehörten, bereits seit 1983 eine enge Städtepartnerschaft. Der Ausbau der Beziehungen bildete ein wichtiges Thema im Rahmen der Reise, u.a. während des Wirtschaftsgesprächs mit der Gebietsregierung sowie beim Besuch des Erlangen-Hauses in Wladimir.

Mit der äußerst gelungenen Delegationsreise will der Freistaat Bayern den Gesprächsfaden mit russischen Partnern nicht abreißen lassen und bereitet schon jetzt den Boden für die Wiederaufnahme der guten Beziehungen nach einem möglichen Ende der Sanktionen. Denn es gibt schon positive Trends im bilateralen Handel: im ersten Halbjahr 2017 sind die bayerischen Exporte nach Russland um rund 30 Prozent gestiegen. Und für den Ausbau der bilateralen Kontakte gibt es noch viel Potenzial.

 
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