Erste Sitzung der bayerisch-russischen Arbeitsgruppe Wirtschaft
Monday, 9. October 2017
Am 5. Oktober fand in München die erste Sitzung der bayerisch-russischen Arbeitsgruppe Wirtschaft statt. Die Grundlage dafür haben der russische Staatspräsident Wladimir Putin und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer im März 2017 gesetzt.

Neben Vertretern der bayerischen Wirtschaft nahmen rund 30 Gäste aus Russland unter der Leitung des stellvertretenden Ministers für wirtschaftliche Entwicklung der Russischen Föderation Alexej Grusdew teil. Dazu gehörten u.a. Vertreter russischer Institutionen und Verbände, hochrangige Regierungsmitglieder einiger Regionen sowie Geschäftsleute.

Neben firmenspezifischen Anliegen standen vor allem die Digitalisierung und die Investitionsbedingungen für bayerische Firmen in der Russischen Föderation auf der Agenda.

So hat Wirtschaftsministerin Aigner die Schwerpunkte der Strategie „Bayern.Digital“ vorgestellt und erläuterte Rahmenbedingungen für russische High-Tech Startups in Bayern. Die Teilnehmer diskutierten Möglichkeiten für den Ausbau der Beziehungen im Digitalisierungsbereich etwa in der Industrie 4.0, im Gesundheitswesen, in der Mobilität oder Energie.

Daneben wurden Themen rund um Investitionsklima in Russland behandelt – von aktuellen Entwicklungen in Zoll-, Zertifizierungs- und Visafragen bis hin zu öffentlichen Ausschreibungen und Lokalisierungskriterien bei der Produktionsansiedlung. Zunehmendes Interesse gibt es in Richtung russischer Regionen. Viele davon wie z.B. Gebiete Moskau und Kaluga sind inzwischen zu attraktiven Standorten für bayerische Unternehmen geworden. Mehrere Regionen haben ihre Kooperationsprojekte im Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt oder der Landwirtschaft vorgestellt.

Die bayerische Wirtschaft sei weiterhin interessiert an Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten, die der russische Markt bietet, und strebe nach einer engeren Kooperation mit russischen Partnern. Dies bestätigten konkrete Anliegen der bayerischen Wirtschaft. So stellten Vertreter der Kathrein-Werke KG, Schaeffler AG und Hermith GmbH ihr Engagement und geplante Projekte in Richtung Russland vor.

Im Anschluss an die Sitzung unterzeichneten die Giesserei Heunisch GmbH (Mittelfranken) und PAO Aggregatewerk (Gebiet Kaluga) eine Vereinbarung über die gemeinsame Produktion von Gießereiprodukten.

Mit der Arbeitsgruppe will die bayerische Wirtschaft den Gesprächsfaden mit russischen Partnern nicht abreißen lassen und konkrete Anliegen bayerischer Unternehmen behandeln, um neue gemeinsame Projekte zu initiieren. Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe soll in Russland stattfinden.

Bildergallerie:

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Erste Sitzung der Arbeitsgruppe Wirtschaft; v.l.n.r.: Fedor Khorokhordin, Bayerischer Repräsentant in Russland, Martin Grossmann, Referatsleiter im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Ilse Aigner, Bayerische Wirtschaftsministerin, Dr. Georg Haber, Vizepräsident des bayerischen Handwerkstages
© Wirtschaftsministerin Ilse Aigner

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Unterzeichnung einer Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen Giesserei Heunisch GmbH (Bad Windsheim) und PAO Aggregatewerk (Gebiet Kaluga) im Beisein des Stv. Wirtschaftsministers Grusdew und Wirtschaftsministerin Aigner
© Regierung des Gebiets Kaluga

 

 

 
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